Wednesday, March 3. 2010
Andreas 'ads' ScherbaumIch kann mich an keine (längere) Bahnfahrt der letzten Zeit erinnern, bei der ich nicht mindestens einmal diesen Satz gehört habe: "Wir bitten um Verständnis". Egal ob dies an einer Baustelle auf der Strecke (besonders häufig) plus zugehöriger Verspätung, an einer Wartezeit aufgrund verspäteter Anschlußzüge (sicher mit Baustellen auf der Strecke). an Signalstörungen im Meldewerk (besonders beliebt), an ausgefallener Neigetechnik (mit zugehöriger Schleichfahrt), an "Störungen im Betriebsablauf" (kann alles mögliche als Ursache haben), am Blitzeinschlag im Stellwerk (wo ist der Blitzableiter) oder schlicht am Winter (überhaupt nicht vorhersagbar um diese Jahreszeit) liegt. Nein, liebe Deutsche Bahn, ich habe eigentlich kein Verständnis für im Schnitt mehr als eine Panne pro Fahrt. Update: der Joachim Jakobs hat da letztens schon mal etwas zu geschrieben: Offener Brief an den Chef der Deutschen Bahn. Update II: ein paar neue Ausreden: "Verspätete Bereitstellung" (welcher Mitarbeiter kennt da den Fahrplan nicht), "Brandstörung" (Hey, Wartung am Kabelbaum hilft da vorsorglich - aber siehe S-Bahnen Berlin), "erhöhtes Verkehrsaufkommen" (da wusste wohl der Fahrdienstleiter nicht, was auf ihn zukommt) und "erhöhte Gleisbelegung" (Mehr Güter auf die Schiene? Aber nicht doch, dann kommt die Bahn noch später).
Thursday, February 18. 2010
Wer sich in diesen Tagen in die Nähe einer Straßenbahnhaltestelle in Magdeburg wagt, dem fällt vielleicht/hoffentlich das Schmutzwasser auf bzw. innerhalb der Gleise auf. Wenn nun eine Straßenbahn angefahren kommt, muss dieses Wasser irgendwo hin. Und je schneller die Straßenbahn fährt, desto weiter spritzt der Dreck.
Das Tempo reicht aus, um die Leute auf der Haltestelle auf der anderen Straßenbahnseite zu einem beherzten Sprung zurück zu bewegen. Die Straßenbahnfahrer nehmen aber auf die Fahrgäste auf der eigenen Fahrbahn auch keine Rücksicht sondern fahren die Haltestellen so schnell an wie eh und je - eine Ladung Schmutz und Dreck auf die wartenden Fahrgäste spritzend.
Wenn ich mir die Konstruktion der Räder anschaue, wäre es ein leichtes, das Schmutzwasser mit Abweisern nach unten abzulenken oder niedrig zu halten. Jedenfalls bei den Bahnen neueren Types. Die älteren Bahnen aus DDR-Beständen haben keine solchen Radaufhängungen - dafür ist die "Reichweite" des weggeschleuderten Drecks bei diesen Bahnen deutlich geringer.
Als Anfang würde es jedoch reichen, wenn die Straßenbahnen in Höhe einer Haltestelle einfach mal etwas langsamer fahren würden! Danke, MVB.
Sunday, February 7. 2010
Andreas 'ads' Scherbaum The Open Source people have met again, like every year, in Brussels for the biggest open source event in europe - FOSDEM. The European PostgreSQL User Group was present with a booth and a devroom, plus a lot "community".
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Saturday, January 30. 2010
Wer kennt das nicht: man fährt auf der Autobahn, es regnet etwas oder schneit ein bischen und schon tauchen die ersten Autos auf, deren Fahrer gleich mal vorsorglich die Nebelschlußleuchte anschalten. Es wäre ja möglich, das man übersehen wird!1!einself
Was wohl die wenigsten dieser Autofahrer wissen: erstens darf man (aufgrund der starken Blendkraft) die Nebelschlußleuchte wirklich nur bei Nebel einsetzen, Schnee und Regen zählen - zumindest in Deutschland - nicht dazu. Außerdem darf man die Lampe nur anschalten, wenn die Sicht bei Nebel unter 50 Meter (das ist der Abstand zweier normaler Pfosten am Straßenrand) beträgt. Gleichzeitig gilt dann eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Wer also mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120 km/h und angeschalteter Nebelschlußleuchte auf der Autobahn fährt, ist theoretisch 70 km/h zu schnell. Das würde nach aktuellem Bußgeldkatalog (Stand 2010) und ohne vorherige Einträge in Flensburg 440 Euro, 4 Punkte und 2 Monate Fahrverbot kosten.
Leider wird das nicht so geahndet. Stattdessen werden die Autofahrer dahinter weiter so stark geblendet, dass man ein Bremslicht aufgrund der geringeren Leuchtstärke nicht oder nur schwer erkennen kann. Außerdem sorgt ein kurzer Blick in das helle Licht dafür, dass die Augen für einige Zeit geblendet sind - selbst bei einem Abstand von rund 100 Metern. Es hilft also nichts, einen großen Abstand zu halten.
Ich wäre ja dafür, dass die Geschwindigkeit jedes Autos bei angeschalteter Nebelschlußleuchte automatisch auf 50 km/h gedrosselt wird. Gerade bei neueren Autos mit elektronischem Motormanagement sollte das kein Problem sein. Rückfragen bei der Werkstatt werden dann mit einem Wiederholungskurs in der Fahrschule bestraft.
Tuesday, December 15. 2009
Andreas 'ads' ScherbaumNachdem unser altes Navi unfreiwillig seinen Weg in die falschen Hände gefunden hat, wollten wir ein neues haben. Nach etwas Suchen sind wir erst mal beim Navigon 6350 Live hängen geblieben.
Gleich zu Anfang gab es erst mal Ärger: das USB-Kabel war kaputt, das Gerät wurde an keinem Rechner erkannt. Dumm, dass das Kabel eine Spezialanfertigung ist und man nicht einfach ein beliebiges anderes USB-Kabel nutzen kann.
Nach etwas Stress im Geschäft ("im Service funktioniert alles", beim Testen mit dem Kunden dann auf einmal doch nicht) wurde das Kabel ausgetauscht. Danach war ein Verbinden mit dem Rechner möglich.
Was besonders negativ auffällt: das Gerät braucht häufig zwischen 10 und 15 Minuten, um seine aktuelle Position zu finden. Ein schnelleres Finden der Position klappt nur, wenn das Gerät nur kurz (maximal wenige Stunden) ausgeschaltet war. Andernfalls ist z. B. ein Spaziergang vom Hotel zur Pizzeria in der Stadt, das Bestellen einer Pizza und der Spaziergang zurück nicht ausreichend, damit das Gerät seine Position erkennt. Auch nach dem erstmaligen Finden der Position verliert das Navigon in den ersten Minuten immer mal wieder den Empfang des GPS-Signal. Das äußert sich in teilweise minutenlangen Aussetzern beim Navigieren. Erst nach ca. 20 Minuten funktioniert alles einwandfrei. Da das Gerät den GPS-Status (Anzahl gefundener Satelliten) anzeigt, sieht man, dass die Anzahl erkannter Satelliten in der ersten Zeit stark schwankt. Dieses Verhalten ist eigentlich nur lästig und selbst das 2 1/2 Jahre alte JVC hat das wesentlich besser hinbekommen.
Das Navigieren mit dem Gerät funktioniert sehr gut, die Darstellung der Abfahrten sowie die Warnung vor gefährlichen Stellen (z. B. Kurven) ist hilfreich - man müsste als Fahrer bloß mal drauf achten ;-) Die grafische Darstellung lässt keine Wünsche offen und das Display ist groß genug, um das Gerät überall im Fahrzeug zu positionieren.
Bleibt letzten Endes bloß das Problem mit der langen Initialisierungszeit - das ist ein dicker Minuspunkt.
Update I: Das Gerät hat sich auf der Autobahn vor Brüssel in Belgien mehrmals unmotiviert ausgeschaltet und neu gestartet. Jedesmal kam dann die lange Wartezeit für das erneute Suchen der aktuellen Position hinzu - gefolgt von einem weiteren Absturz. Letztendlich hat es geholfen, das Gerät von der Bordspannung zu trennen und auf Batteriebetrieb weiter zu fahren.
Update II: Die Entfernungsanzeige, wie weit man aktuell noch auf dieser Straße fahren muss, ist sehr nervig gelöst. Das Gerät betrachtet jedes Autobahnkreuz- oder Dreieck und teilweise sogar Abfahrten als nächsten Punkt und zeigt die Entfernung halt nur bis dorthin an. Wenn ich eine lange Strecke auf ein und derselben Autobahn fahre, interessiert mich die Entfernung zum nächsten Autobahnkreut jedoch überhaupt nicht, viel lieber würde ich wissen, wie weit es noch insgesamt bis zu meiner Abfahrt ist (um z. B. noch passend eine Pause einzulegen).
Update III: Mitten in den Niederlanden hat die Navigation bei mehreren Autobahnknoten komplett versagt. Das Gerät hat weder angezeigt, auf welcher Autobahn man weiter fahren soll noch hat es überhaupt Kentniss von dem kommenden Knotenpunkt genommen. Statt dessen wurde einfach weiter die Übersichtskarte eingeblendet. Peinlich.
Update IV: Ebenfalls in den Niederlanden ist die vorausberechnete Ankunfszeit mal eben um eine halbe Stunde vor oder zurück gesprungen. Nicht schritt- oder minutenweise sondern während der Fahrt gab es Sprünge in der Größenordnung einer halben Stunde.
Sunday, December 13. 2009
Vor kurzem waren wir in Paris auf dem PostgreSQL Tag. Anschließend war noch Stadtbesichtigung angesagt, und wir sind unter anderem zum Montmartre hinauf gefahren.
Wenn ich normal jemandem sage "ich komme aus Magdeburg", dann muss ich danach auch noch erklären, wo Magdeburg ungefähr liegt. Meistens reicht ein "in der Mitte zwischen Berlin und Hannover", aber ab und zu sind auch noch größere Aufstände notwendig, wenn z. B. auch Hannover nicht bekannt ist.
Nun, meine Frau und ich stehen im vollgedrängten E-Bus, der hinauf zum Montmartre fährt (die Strecke ist teilweise so steil, dass ein dieselgetriebener Bus wohl seine Probleme haben dürfte). Ich habe Pascal auf dem Arm und komme mit einem Studenten ins Gespräch. Nach anfänglichem Französisch (kann ich leider nicht) haben wir uns auf Englisch unterhalten. Das übliche: warum sind wir in Paris, was haben wir bereits besucht, wie war die Konferenz - und: woher kommt ihr.
Beim Beantworten seiner Frage habe ich mich innerlich schon drauf vorbereitet, wieder mal die geografische Position unserer Landeshauptstadt erklären zu müssen. Aber nichts da, er antwortete mir, dass er Magdeburg kennt. Auf meine verwunderte Rückfrage, wie es dazu kommt, meinte er: "Da kommt Tokio Hotel her!". baff Ein Franzose, spricht kein Deutsch. Aber kennt Tokio Hotel und mag deren Musik!
Ich kann der Musik der Band ja nun nichts abgewinnen, ist nicht mein Fall. Aber dafür, dass sie unsere Stadt bekannter machen, dafür haben sie meinen Respekt und meine Anerkennung.
Saturday, November 14. 2009
Andreas 'ads' ScherbaumWir waren eine Woche in Paris. Dort war wirklich jeder hilfsbereit, egal worum es ging. Lief man mit einem Kinderwagen auf eine Treppe zur Metro zu, gab es sofort hilfsbereite Hände, die beim Tragen geholfen haben. Wusste man nicht weiter, hat einem jemand den Weg erklärt - sogar mal auf englisch oder deutsch. Für die Menschen dort ist das wohl etwas ganz natürliches, freundlich miteinander umzugehen.
Kaum landen wir in München auf dem Flughafen und werden vom Zubringerbus zum Terminal gebracht, geht der deutschen Alltag los. Die Mitreisenden tun alles, um möglichst schnell weiter zu kommen und nehmen dabei auch Schubsen und Drängeln in Kauf. Niemand kam auf die Idee, mal beim Kinderwagen mit anzufassen, um selbigen aus dem Bus zu heben. Stattdessen mussten 3 oder 4 Leute noch schnell dran vorbei, obwohl der Kinderwagen als letztes in den Bus kam und infolgendessen am Terminal die Bustür blockiert hat. Vom Drängeln fliegt der Anschlußflieger auch nicht schneller los ...
Aber was soll ich sagen, ist wohl typisch deutsch.
Friday, October 16. 2009
Andreas 'ads' ScherbaumDie österreichische Bahn schafft es, eine Verspätung von 30 Minuten seitens der Deutschen Bahn noch aufzuholen und pünklich in Wien anzukommen. Auf der Rückfahrt schafft es die Deutsche Bahn, dem pünktlich in Wien abgefahrenen Zug eine Verspätung von nur 20 Minuten zu verpassen.
Das muß systemisch sein.
Saturday, October 10. 2009
Andreas 'ads' ScherbaumNun ist es also beschlossene Sache: Magdeburg bekommt am Kölner Platz einen weiteren Tunnel. Die Entscheidung dafür fiel diese Woche im Stadtrat denkbar knapp mit einer Stimme Unterschied (bei zwei Enthaltungen und mehreren Abwesenheiten) aus.

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Thursday, October 8. 2009
Andreas 'ads' ScherbaumDie Deutschen haben wohl nicht umsonst einen schlechten Ruf in der Welt. Bei unserem Urlaub in Griechenland waren Touristen aus verschiedenen Ländern anwesend, zumindest England, Frankreich, Spanien und Griechenland habe ich noch mitbekommen.
Eine Gruppe fällt jedoch immer auf ...
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