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Supermarktwahnsinn in Schönebeck/Elbe

Wenn man bisher durch die Friedrichstraße in Schönebeck/Elbe fuhr, kam man gleich beim Gericht an einem heruntergekommenen Gebäude vorbei, ein altes Möbelgeschäft, das aber schon seit vielen Jahren geschlossen ist. In letzter Zeit breiteten sich dort hektische Baumaßnahmen aus, zuerst wurde das alte Gebäude abgerissen und alles eingeebnet, was ja an sich nicht schlecht ist. Kurz darauf wurde dann dort ein neues Gebäude im Schnellbaustil hochgezogen und oh Wunder, es wird ein neuer Supermarkt. Als ob wir davon nicht schon genug hätten. Ich habe mich einmal in meiner kleinen Stadt umgeschaut und folgende Filialen gefunden (in alphabetischer Ordnung):

- 2x Aldi

- 2x Edeka

- 1x Kaufland

- 1x Kondi

- 1x Lidl

- 1x Netto

- 2x Norma

- 2x NiedrigPreis

- 1x Plus

- 3x Rewe

Nun muss sich Lidl gedacht haben, das eine Filiale nicht genügt und setzt dort noch eine weitere hin. Ob die andere Filiale in der Magdeburger Straße geschlossen wird, ist mir nicht bekannt, entsprechende Meldungen sind mir bisher nicht aufgefallen.

Zähle ich die obigen existierenden Filialen und die neue zusammen, komme ich auf 17 Supermärkte für so eine kleine Stadt wie Schönebeck. Laut Wikipedia haben wir rund 34.000 Einwohner, das macht dann ein Supermarkt pro 2000 Einwohner. Oder anders gerechnet: an den 26 Arbeitstagen in diesem Juli gehen 76 Einwohner pro Arbeitstag und Supermarkt einkaufen, würden sie mit einem größeren Einkauf alles notwendige für einen Monat einkaufen. Familien nicht eingerechnet.

Kann mir irgendjemand erzählen, warum ich dann trotzdem noch an jeder Kasse anstehen muss, weil Leute ihre vollen Einkaufskörbe vor sich herschieben? Die paar Leute, die da rechnerisch einen Großeinkauf machen, dürften sich über den Tag verteilt doch im Geschäft verlaufen ...

Als Schlussfolgerung geht es uns entweder zu gut, so das wir öfters groß einkaufen können ... oder wir haben noch viel zu wenig Supermärkte!

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Comments

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Quietscheentchen on :

Man beachte, dass die Verteilung der Einkäufe über den Tag nicht realistisch ist. Alte Leute gehen vorzugsweise nachmittags einkaufen (meine Oma auch). Zu diesem Zeitpunkt gehen auch Berufstätige einkaufen. Du solltest also vormittags einkaufen. Wie bleibt dir überlassen!
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frosch on :

Genau das mein ich aber auch. Arbeite selbst in einem Supermarkt und ich kann sagen, Vormittags ist da nahezu tote Hose. Nachmittags, wenn alle berufstätigen Leute einkaufen gehen, gehen auch alle Rentner einkaufen, als ob die tagsüber keine Zeit hätten. Dann sind fast alle deine 76 Leute, die rechnerisch einkaufen gehen müssten, gleichzeitig im Laden.
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Andreas on :

Man addiere einen NP hinzu ...
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susilein on :

...und da wir noch nicht genug haben:das alte kaufhaus auf dem markt ist ja nun abgerissen und auch da soll dann ein "lebensmittler" rein - eigentlich keine schlechte idee - nur bin auch ich der meinung, daß wir doch eigentlich schon genug haben. und bitte jetzt keine kommentare zwecks geschaffener arbeitsplätze - wir wissen doch alle, daß sich solche unternehmen nur mit pauschalkräften eindecken:-))) zur abwechslung wäre doch mal ein baumarkt nett - kleiner scherz, denn auch davon haben wir ja mittlerweile mehr als genug... wahnsinn, wie kreativ unsere stadtväter so sind...
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Andreas Scherbaum on :

Irgendwas wird derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Traktorenwerkes gleich um die Ecke der Schwimmhalle gebaut. Angeblich ein Netto - ich frage mich gerade, woher der eine in meiner ursprünglichen Liste kommt.
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