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Rabeneltern

Folgende Situation ergab sich heute während der Bladenight in Magdeburg: wir waren als Bladeguards dabei, kurz nach dem Start fällt eine Mutter mit Tochter zurück und möchte aufhören. Einer der Guards informiert den Vater, der ein Stück weiter vorne mit der anderen Tochter (ca. 5 Jahre alt) fährt. Kurz darauf möchte auch die andere Tochter (die beim Vater) aufhören und klagt über Erschöpfung. Der Vater möchte davon jedoch nichts hören sondern herrscht seine Tochter an, das 12 km doch nichts sind und sie möge sich nicht so haben. Da habe ich mich das erste Mal gewundert.

Später auf der Tangente (Stadtring, Schnellstraße) steht auf einmal die selbe Tochter am Rand der Fahrbahn. Allein, ohne Vater. Eine Bekannte steht bei ihr. Die Tochter kann nicht mehr weiterfahren, es sind noch rund 2 km bis zur Abfahrt von der Schnellstraße und noch ca. 5 km bis zum Start/Ziel. Da von den Eltern weit und breit nichts zu sehen ist, traut sich das Mädchen weder zu fahren noch in einen der Kleinbusse einzusteigen, um mitgenommen zu werden. Was soll man da machen? Die Straße muss hinter uns frei sein, damit niemand zurückbleibt und der Verkehr wieder rollen kann.
Nach vielem Überreden haben wir es dann doch geschafft, das sie in den Bus eingestiegen ist.

Wie man als Eltern solche Anforderungen an seine Kinder stellen kann, ist mir ein Rätsel. Manche Erwachsene schaffen die 12 km nicht und müssen aufgeben. Der Vater jedoch fordert von einem Kleinkind diese Leistung ein, die in einem Tempo für Erwachsene gefahren werden muss.