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Wöchentlicher PostgreSQL Newsletter - 07. Dezember 2008


Der Originalartikel befindet sich unter:
http://www.postgresql.org/community/weeklynews/pwn20081207


== Wöchentlicher PostgreSQL Newsletter - 07. Dezember 2008 ==

Lorenzo Alberton hat einen Artikel über die Groß- und Kleinschreibung
für Bezeichner in verschiedenen Datenbanksystemen geschrieben.
http://www.alberton.info/dbms_identifiers_and_case_sensitivity.html

Fedora 10 hat jetzt sein eigenes pgsqlrpms Reposirory.
http://yum.pgsqlrpms.org/

== PostgreSQL Produkt Neuigkeiten ==

perl-DBD-PG 2.11.6 erschienen.
http://search.cpan.org/dist/DBD-Pg/

check_postgres 2.5.0 erschienen.
http://bucardo.org/check_postgres/

Hubert (depesz) Lubaczewski hat ein explain analyze Werkzeug
veröffentlicht.
http://www.depesz.com/index.php/2008/12/04/explaindepeszcom/

== PostgreSQL Jobs im Dezember ==

http://archives.postgresql.org/pgsql-jobs/2008-12/threads.php

== PostgreSQL Lokal ==

Der Call for Papers für FOSDEM 2009 hat begonnen. PostgreSQL hat einen
eigenen Stand und zusammen mit den BSD Gruppen einen Developer Room.
Reich deine Vorträge bis zum 02.01.2009 ein unter
"fosdem (at) postgresql (dot) eu"

PGCon Brasilien wird am 23.-24. Oktober 2009 auf dem Unicamp in
Campinas, Sao Paulo, stattfinden.

== PostgreSQL in den News ==

Planet PostgreSQL: http://planet.postgresql.org/

Dieser wöchentliche PostgreSQL Newsletter wurde erstellt von David
Fetter und Devrim GUNDUZ.

Sende Neuigkeiten und Ankündigungen bis Sonntag, 15 Uhr Pazifischer
Zeit. Bitte sende englische Beiträge an david@fetter.org, deutsche an
pwn@pgug.de, italienische an pwn@itpug.org.

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Gedanken zu neuen Datenschutzgesetzen

Einen besseren Schutz für unsere persönlichen Daten begrüße ich, soviel vorneweg. Das jedoch bei jedem neuen Datenschutzskandal die Politiker in hektische Betriebsamkeit ausbrechen und neue, schärfere Gesetze fordern ist unverständlich.

Wenn ich in das aktuelle Bundesdatenschutzgesetz schaue gibt es dort den §43 (Bußgeldvorschriften) und §44 (Strafvorschriften). Für mich als Nicht-Jurist deckt §43 eigentlich alles ab was man braucht:

  • Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig ... unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, abruft oder sich oder einem anderen aus automatisierten Verarbeitungen oder nicht automatisierten Dateien verschafft ...
  • Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig, ... die übermittelten Daten für andere Zwecke nutzt, indem er sie an Dritte weitergibt ...

Beide Fälle sind mit bis zu 250.000€ Bußgeld, im Fall einer Bereicherung oder Schädigung anderer (liegt hier ja wohl vor) mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe belegt. Ausnahmsweise gehe ich da mal mit unserem Bundesinnenminister konform wenn er sagt: "Das, was wir in der Öffentlichkeit an Skandalen hören, sind klare Gesetzesverstöße ... Deswegen ist es wichtig, dass wir den Vollzug der Gesetze verschärfen."

Man sieht keine Nachrichtenquelle, in der die Datensammlungen nicht als illegal, Missbrauch, Schwarzmarkt oder Datenklau bezeichnet werden. Jetzt müsste also bloss noch "jemand" dafür sorgern dass a) die Schuldigen aufgrund der bereits bestehenden Gesetze angeklagt und verurteilt werden und b) die Unternehmer sich in Zukunft besser überlegen wie und an wen sie ihre Kundendaten weitergeben.

Gerade für den zweiten Punkt bleibt festzuhalten: ich habe noch keine Verurteilung der Firmen gesehen die ursprünglich die Datenberge ursprünglich angesammelt haben. Wieso kann z. B. ein Telekommunikationsunternehmen seine Daten an ein Callcenter weiterreichen und wenn die Daten dort verschwinden wird weder der eine noch der andere belangt? Würden die verantwortlichen Manager dafür zur Rechenschaft gezogen dann wäre nicht nur der Profit durch die Auslagerung ein Thema sondern der Datenschutz wäre wieder groß in Mode - schließlich möchte keiner ins Gefängnis.

Ich gebe zurück an die Politik für weiteren Aktionismus und schärfere Gesetze, die doch nicht durchgesetzt werden.