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Navigon 6310 und Navigon 6350 Live - nicht zu empfehlen

Nachdem unser altes Navi unfreiwillig seinen Weg in die falschen Hände gefunden hat, wollten wir ein neues haben. Nach etwas Suchen sind wir erst mal beim Navigon 6350 Live hängen geblieben.

Gleich zu Anfang gab es erst mal Ärger: das USB-Kabel war kaputt, das Gerät wurde an keinem Rechner erkannt. Dumm, dass das Kabel eine Spezialanfertigung ist und man nicht einfach ein beliebiges anderes USB-Kabel nutzen kann.

Nach etwas Stress im Geschäft ("im Service funktioniert alles", beim Testen mit dem Kunden dann auf einmal doch nicht) wurde das Kabel ausgetauscht. Danach war ein Verbinden mit dem Rechner möglich.

Was besonders negativ auffällt: das Gerät braucht häufig zwischen 10 und 15 Minuten, um seine aktuelle Position zu finden. Ein schnelleres Finden der Position klappt nur, wenn das Gerät nur kurz (maximal wenige Stunden) ausgeschaltet war. Andernfalls ist z. B. ein Spaziergang vom Hotel zur Pizzeria in der Stadt, das Bestellen einer Pizza und der Spaziergang zurück nicht ausreichend, damit das Gerät seine Position erkennt. Auch nach dem erstmaligen Finden der Position verliert das Navigon in den ersten Minuten immer mal wieder den Empfang des GPS-Signal. Das äußert sich in teilweise minutenlangen Aussetzern beim Navigieren. Erst nach ca. 20 Minuten funktioniert alles einwandfrei. Da das Gerät den GPS-Status (Anzahl gefundener Satelliten) anzeigt, sieht man, dass die Anzahl erkannter Satelliten in der ersten Zeit stark schwankt. Dieses Verhalten ist eigentlich nur lästig und selbst das 2 1/2 Jahre alte JVC hat das wesentlich besser hinbekommen.

Das Navigieren mit dem Gerät funktioniert sehr gut, die Darstellung der Abfahrten sowie die Warnung vor gefährlichen Stellen (z. B. Kurven) ist hilfreich - man müsste als Fahrer bloß mal drauf achten ;-) Die grafische Darstellung lässt keine Wünsche offen und das Display ist groß genug, um das Gerät überall im Fahrzeug zu positionieren.

Bleibt letzten Endes bloß das Problem mit der langen Initialisierungszeit - das ist ein dicker Minuspunkt.

Update I: Das Gerät hat sich auf der Autobahn vor Brüssel in Belgien mehrmals unmotiviert ausgeschaltet und neu gestartet. Jedesmal kam dann die lange Wartezeit für das erneute Suchen der aktuellen Position hinzu - gefolgt von einem weiteren Absturz. Letztendlich hat es geholfen, das Gerät von der Bordspannung zu trennen und auf Batteriebetrieb weiter zu fahren.

Update II: Die Entfernungsanzeige, wie weit man aktuell noch auf dieser Straße fahren muss, ist sehr nervig gelöst. Das Gerät betrachtet jedes Autobahnkreuz- oder Dreieck und teilweise sogar Abfahrten als nächsten Punkt und zeigt die Entfernung halt nur bis dorthin an. Wenn ich eine lange Strecke auf ein und derselben Autobahn fahre, interessiert mich die Entfernung zum nächsten Autobahnkreuz jedoch überhaupt nicht. Viel lieber würde ich wissen, wie weit es noch insgesamt bis zu meiner Abfahrt ist (um z. B. noch passend eine Pause einzulegen).

Update III: Mitten in den Niederlanden hat die Navigation bei mehreren Autobahnknoten komplett versagt. Das Gerät hat weder angezeigt, auf welcher Autobahn man weiter fahren soll noch hat es überhaupt Kentniss von dem kommenden Knotenpunkt genommen. Statt dessen wurde einfach weiter die Übersichtskarte eingeblendet. Peinlich.

Update IV: Ebenfalls in den Niederlanden ist die vorausberechnete Ankunfszeit mal eben um eine halbe Stunde vor oder zurück gesprungen. Nicht schritt- oder minutenweise sondern während der Fahrt gab es Sprünge in der Größenordnung einer halben Stunde. Ganz ohne Verkehrsmeldungen (es war mitten in der Nacht).