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Gedanken zum Mindestlohn für Postzusteller

Ich behaupte ja nicht von mir, mich groß im Bereich der Volkswirtschaft auszukennen. Aber warum entlassen diverse Postdienste jetzt auf einmal Hunderte Mitarbeiter, wo doch nur ein vernünftiger Mindestlohn eingeführt wird. Nicht, das die Leute von dem Geld, das dabei herauskommt, wirklich gut leben können ... dafür reichen auch diese Mindestlöhne nicht aus.

Am Umsatz der Firmen ändert sich theoretisch nichts, also kommt das gleiche Geld in das Unternehmen herein. Jedoch werden Menschen, die in ihrem Beruf zu wenig zum Leben verdienen, vom Staat (also praktisch von uns allen) zusätzlich unterstützt. Wenn die Mitarbeiter der Postdienste nun zu wenig verdienen, weil der Arbeitgeber zu wenig zahlt, müssen also wir das restliche Geld aufbringen. Wenn nun das vom Unternehmen eingenommene Geld mit eingeführtem Mindeslohn nicht mehr reicht, heisst das doch wohl nur, das wir bisher den Rest gezahlt haben.

Ein Konkurrenzkampf der Firmen untereinander ist sicher wünschenswert, aber nicht, wenn dies so auf Kosten der Arbeitnehmer ausgetragen wird, das diese nicht vom Lohn oder Gehalt leben können: das wäre dann keine Konkurrenz, das wäre Subvention. Wer am wenigsten an seine Leute zahlt, hat am meisten Geld übrig?

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hh on :

Irgendwie ist dein Punkt unverständlich. "Warum entlassen diverse Postdienste jetzt auf einmal Hunderte Mitarbeiter" - ist doch klar, weil sich diese Leute nun nicht mehr rechnen (siehe: "Am Umsatz der Firmen ändert sich theoretisch nichts"). "Wenn nun das vom Unternehmen eingenommene Geld mit eingeführtem Mindeslohn nicht mehr reicht, heisst das doch wohl nur, das wir bisher den Rest gezahlt haben." Noe, warum? Die Briefträger haben nur den Marktpreis bekommen, du implizierst das man davon nicht leben kann. Praktisch steht doch die Frage ob man 800 EUR / Monat (5/h) verdient oder 1280 EUR (8/h). Also von 800 EUR kann man schon leben, von 1280 natuerlich deutlich besser. Nun muessen wir alle wieder die 350 EUR+Miete / Monat ALG2 für die nun Arbeitslosen zahlen, haben weniger Briefträger und die Post könnte jetzt dank sinkender Konkurrenz allgemein die Preise wieder anziehen. Mal angenommen die "alternativen" Briefzusteller würden Ihre Preise erhöhen damit das Geschäft wieder Sinn macht. Das ist dann die ganz reguläre Preiserhöhung die schlussendlich zu Inflation führt (für eine Leistung wird mehr bezahlt als der Markt eigentlich hergibt). Dh die 1280 EUR sind dann real eh nur noch 800 EUR wert.
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Andreas Scherbaum on :

Du ignorierst den angesprochenen Punkt, das wir für die Leute, die zu wenig verdienen (ein Lohn deutlich unter dem Mindestlohn führt genau dazu), dann staatliche Zuschüsse zahlen. Das bedeutet, das die Firmen bisher ihr Geld dadurch verdient haben, das sie den Mitarbeitern zuwenig (zum Leben) Geld gezahlt haben. Man kann vielleicht von 800 Euro netto (deine 800 sind eher Brutto, da kommen noch Abzüge hinzu) leben ... als Single, irgendwo in einer günstigen Gegend. Aber selbst davon kann man nicht wirklich gut leben. Nur haben viele der billigen Arbeitskräfte nicht mal dieses Geld am Ende des Monats zur Verfügung sondern weit weniger. Diese Regelung über Mindestlöhne ist auch nicht entstanden, weil alle mit der jetzigen Situation zufrieden sind sondern weil der Preiskampf eben auf dem Rücken der Angestellten und Arbeiter ausgeführt wird. Ach so: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,521347,00.html Andere sehen das anscheinend genauso.
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Andreas Scherbaum on :

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,522155,00.html Noch bevor irgendein Mindestlohn beschlossen/umgesetzt wurde, ist die Firma anscheinend schon insolvent und Gehälter können nicht mehr gezahlt werden. Etwas später, und die Mindestlöhne wären Schuld gewesen. Aber jetzt zeigt sich, das man ein Unternehmen halt nicht nur mit zuwenig Geld für die Angestellten und Arbeiter führen kann.
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