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Die Deutschen und ihre Fahnen

Noch am Dienstag abend, als ich kurz vor dem Halbfinalspiel unterwegs war, hatte ungefähr jeder dritte PKW eine oder mehrere Deutschlandfahnen aufgesteckt. Was ist seitdem mit uns Deutschen passiert?

Die Deutsche Mannschaft wird "nur" 3. oder 4. bei der WM, ausscheiden kann sie nicht mehr.

Die Fahnen an den Fahrzeugen sind jedoch merklich weniger geworden, vielleicht noch jeder 10. fährt so etwas spazieren. <sarkasmus>Das ist wahrer Patriotismus!</sarkasmus>

Dafür wurde auf meiner bevorzugten Studentenplattform eine Userin, die "endlich vorbei" postete, unflätig beschimpft, niedergemacht und ihr Gästebuch mit teilweise üblen Beleidigungen überzogen. Das Thema Fußball für viele Deutsche ein Reizthema, aber zeigen wir nur solange Flagge, wie wir noch Weltmeister werden können? Oder zeigen wir Flagge, weil wir unsere Mannschaft unterstützen wollen?

Armes Deutschland.

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wuffel on :

Das ist mir auch aufgefallen: Die Menge der umherfahrenden Käsespießchen ist nach der "Niederlage" deutlich gesunken, die Bestreung der Fuß und Radwege mit Glasscherben ist stark zurückgegangen und das abendliche Gröhlen von den Balkons in unserer Straße vermiß ich auch nicht wirklich. Für den gelegentlich abgelieferten "endlich vorbei"-Spruch ist mir allerdings kaum Kritik entgegengekommen - vielleicht traut sich nur niemand.
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Lars on :

Beim Zeigen der Fahne und beim begeisterten Zuschauen mit vielen Leuten zusammen ging es weniger um Fußball, als vielmehr um das Gemeinschaftsgefühl. Dass die Fahnen weniger werden ist für mich ein schönes Zeichen, dass es eben hierbei NICHT um Patriotismus oder schlimmer Nationalismus ging, sondern nur um eine Solidaritätsbekundung mit der Mannschaft. Da die WM nun vorbei ist bzw. Deutschland nicht im Finale stand, ist es nach den obigen Aussagen nur logisch, dass man weniger Flaggen sieht.
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Andreas on :

Nur so als Hinweis: der Blogeintrag ist von Freitag vor dem Finalspiel der Deutschen, nicht von einem Zeitpunkt nach dem Ende der WM.
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Lars on :

OK, dann habe ich mich im Datum geirrt, bleibe im Kern aber bei meiner Aussage. Dass es immer welche gibt, die nur Siege wollen ist klar, Spinner sind auch immer dabei. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die meisten damit keinen Patriotismus ausdrücken wollten.
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wuffel on :

Nunja, Patriotismus und diese halbe Massenhysterie der letzten Wochen - ich habe da meine Probleme mit. Man steckt sich eine Deutschlandfahne an die Mütze, malt sich ein schwarzrotgoldenes Irgendwas ins Gesicht und schon "darf man" sich öffentlich danebenbenehmen, ohne dass ernsthaft eingegriffen wird. Nicht, dass ich mich nicht auch gelegentlich öffentlich danebenbenehme oder als humorlos einzustufen wäre, aber gerade das Werfen von Flaschen und andere Ausdrucksformen falschverstandener Lebensfreude stufe ich doch als weniger witzig ein. Wenn das und ähnliches der Extrakt des neuen deutschen Wir-Gefühls sein soll, hat die Ablenkungsstrategie der Bundesregierung funktioniert - oder wo sind die Montagsdemos der Arbeitslosen hin? Als langjähriger (seit 48 Jahren) Bewohner der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland hab ich selbstverständlich das Recht, dieses Ausnutzen einer Massenvergnügung zu politischen Zwecken zu kritisieren. Das ist inzwischen leider verpönter, als in Vorgärten zu pinkeln. Schönen Dank, Deutschland.
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Lars on :

Da verwechseln Sie jetzt leider etwas und schmeißen friedliche Fußballfans und randalierende "Dummbrote" in einen Topf. Die Millionen feiernder Fans auf den Fanmeilen, die vielen privaten Partys, die vielen Feiern in Biergärten/Kneipen und sonstwo haben doch gezeigt, dass die 99%ige Mehrheit eben nicht so ist, wie Sie es beschreiben. Leider gibt es immer solche Leute und wird es immer geben. Die Politik hat im Übrigen es nicht geschafft diesese Massenereignis zu instrumentalisieren und für sich zu gebrauchen, ich empfehle die Lektüre der Süddeutschen Zeitung von heute. Oder wären sonst die Zustimmungs- und Sympathiewerte der Koalition auf dem absoluten Tiefstpunkt?
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wuffel on :

Die verschiedenen Beschlüsse der letzten Wochen wurden durchgezogen. Die Sympathiepunkte sind spätestens 2 Wochen vor der nächsten Wahl mit Hilfe der TV-Programme etc. wieder auf dem linientreuen "Man kann ja doch nix machen"-Level. Allerdings sind wirklich nicht alle Fußballfans hirnlose Randalierer, soweit möchte ich nicht pauschalisieren, doch ist es schon sehr auffallend, daß die Innenstädte, jedenfalls die hiesige, in den letzten Wochen erstklassig "verglast" waren. Ich kann mich, das gilt auch für andere Anlässe, nicht mit unreflektierten Massenaktivitäten identifizieren, allermeist hat so etwas einen unangenehmen Beigeschmack. Und wer SDZ liest, denkt auch andere Pfade, als RTL, PRO7 und co als Weltbild zu etablieren im Begriff sind. Noch stehen die gedruckten Medien ein wenig in der klassischen journalistischen Tradition des "Gedruckt wird, was wahr ist" - die werbefinanzierten und steuerbegünstigten Fernsehmedien haben andere Prinzipien. Hoffen wir das Beste.
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