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Englische Ansagen im Zug

Seit längerem höre ich im Zug neben den deutschen auch englische Durchsagen. Leider hören sich letztere immer wie von einem Blatt abgelesen an - ganz selten, dass mal ein Mitarbeiter der Bahn dabei ist, der das Englische auch flüssig spricht. Immerhin aber schon mal besser als völlig unverständliche Durchsagen ...

Alles also nicht so schlimm - aber wozu brauche ich eine Durchsage, die "Herzlich Willkommen" und "Danke das Sie mit der Deutschen Bahn gefahren sind" erzählt, die dann aber alle wichtigen Informationen (wie Anschlußzüge, Verspätungen, Zugausfälle, sonstige Probleme) verschweigt? Das ist kein Service, das ist lediglich lachhaft. Da kann sich Die Bahn den "internationalen Anstrich" auch sparen.

Die Bahn und die Lautsprecherdurchsagen

Stehe auf einem x-beliebigen Bahnhof in Deutschland, es wird eine Zugdurchfahrt auf Gleis 5 angesagt. Kurz bevor der Zug wirklich durchfährt, meldet sich die Sprechanlage auf dem Gleis 6:

"Achtung am Gleis 6, Ihr Zug ..."

Der Rest der Anspreche geht im Lärm des durchfahrenden Zuges unter.

"... Bitte Vorsicht am Bahnsteig."

Toll. Seitdem die Bahn so neumodische Anlagen einsetzt, die sich die Ansage zusammenstammeln, kontrolliert anscheinend gar keiner mehr, ob die Kunden das überhaupt noch hören können. Früher - als das noch von Menschen gesprochen wurde - hat der/diejenige durchaus auch mal bis nach dem durchfahrenden Zug gewartet.

Und da mein Zug schon Verspätung hatte, kam ich gleich in den Genuß einer weiteren Panne:

Die Anlage auf Gleis 5 schaltet sich ein und wenige Sekunden später die Anlage auf Gleis 6. Klar, das da niemand etwas verstehen kann, wenn beide Durchsagen durcheinander quatschen.

*kopfschüttel* Immer wenn ich denke, der Service bei der DB kann nicht schlechter werden, finde ich etwas neues

Restaurant Prinz Ferdinand in Wien

Wer in Wien etwas zum Lunch sucht und keine zwei Stunden Zeit hat - sollte das Prinz Ferdinand tunlichst meiden.

Im 8. Bezirk in einer ruhigen Lage gelegen bietet das Restaurant sogar einen sonnigen Gästegarten auf einer Straßeninsel vor dem Haus.

Die Bedienung und die Küche sind jedoch etwas chaotisch, stellte der Kellner erst 20 Minuten nach unserer Bestellung fest, dass es das gewünschte Essen (ein Gericht von der Wochenkarte, zur besten Essenszeit) heute leider nicht mehr gibt. Als Ersatz wurde uns dann ein Salat mit Hühnchenstreifen angeboten. Nach über einer Stunde Wartezeit wurde daraus ein Teller mit 3 kleinen Streifen Fleisch - keineswegs genug, um satt zu werden. Wenigstens die Getränke gingen für das nicht verfügbare Gericht aufs Haus.

Laut Aussage des Kellners ist er jeden Tag dort und es läuft jeden Tag so chaotisch ab - beruhigend zu wissen, kann man sich das nächste Mal doch gleich ein anderes Restaurant aussuchen.

Erklärungsbedürftiger Service bei der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn - oder heißen die mittlerweile gar nicht mehr "Deutsch" sondern bloß noch "DB"? - hat ja in Magdeburg das Reisezentrum umgebaut und unter anderem ein Nummernsystem eingeführt. Der Kunde zieht in der Theorie am Eingang eine Nummer und die wird dann aufgerufen.

In der Praxis offenbahrt das System durchaus einige Schwächen: so ist ein Schalter für ca. eine halbe Minute ohne Kunde, wenn die Person mit dieser Nummer nicht im Raum ist. Schlecht. Da die Nummer kurz darauf noch mal aufgerufen wird, summiert sich die unnütz vertane Zeit natürlich zusammen. Früher wusste der Kunde, dass er an den nächsten freien Schalter gehen kann.

Wenn weiterhin nicht alle Schalter besetzt sind, wird das ganze System dadurch auch nicht schneller. Bemerkenswert in dem Zusammenhang: es sind nur noch 6 Schalter vorhanden, früher waren es mehr. So kann man Einsparungen natürlich auch verstecken.

Richtig sinnfrei wird das System aber, wenn man extra einen Servicemitarbeiter abstellt, um den Leuten dieses System zu erklären. So gesehen heute: im Eingangsbereich stand eine Mitarbeiterin und hat die Leute höflich darauf hingewiesen, dass sie eine Nummer ziehen müssten. Die Kommentare der "Kunden" waren nicht immer jugendfrei. Anscheinend gibt sich nicht jeder damit zufrieden, wieder an urdeutsche Amtsstuben erinnert zu werden.

Du bist nur eine Nummer bei der Deutschen Bahn

Heute nachmittag haben wir eine Regenpause genutzt und einen kleinen Spaziergang in die Stadt unternommen, ich brauchte sowieso noch eine Bahnfahrkarte für die kommende Woche. Also hinein ins DB ReiseZentrum am Magdeburger Hauptbahnhof - aber halt, irgendwas ist neu hier, es wurde alles umgebaut.

Da vor mir alle Schalter frei sind, zögere ich nicht und gehe auf einen der vier besetzten Schalter zu. Auf halbem Weg werde ich jedoch unfreundlich zurechtgewiesen, dass ich mir bitte eine Nummer ziehen möchte. Hallo? Bin ich hier in einer Amtsstube? Ich dachte, die Bahn will an die Börse und nicht länger ein Staatsunternehmen sein?

Als ich mich umdrehe sehe ich am Eingang dann auch so einen Automaten stehen, an dem man sich seine Nummer ziehen darf. Grummelnd kehrt gemacht und auf den Knopf gedrückt. Wenige Sekunden später werde ich von der gleichen Dame - nun jedoch mit Hilfe meiner Nummer, einer Leuchttafel und einem elektronischen Signal - an ihren Schalter gerufen. Der komplette Raum ist immer noch leer und ich bin weiterhin der einzige Kunde.

Dieser von der DB als neu und kundenorientiert angepriesene Service stößt mir vom ersten Augenblick an unangenehm auf. Was daran besser sein soll als die Warteschlange die es vorher gab, weiss ich nicht. Wenn weiterhin nicht alle Schalter durch Sparmaßnahmen besetzt sind wird der Kunde auch zukünftig lange warten dürfen. Daran ändern die unpersönlichen Nummern überhaupt nichts.

Kleine Geschichte am Rande: der Fahrkartenautomat am Eingang wollte bei einem anderen Kunden anscheinend einen Geldschein nicht annehmen. Selbiger Kunde kam an den Schalter um den Schein umzutauschen, wurde jedoch abgewiesen und durfte sich woanders um ein Ticket bemühen. Seinen Groll auf die Angestellten kann ich gut nachvollziehen.

Für das nächste Mal überlege ich mir dann wieder, ob ich das Auto nehme. Schlechten Service finde ich überall, auf dem Autobahnrasthof ist man jedoch freundlich zu mir.

Kartenmaterial für JVC Navigationsgeräte

JVC bietet Navigationsgeräte an, vor nunmehr fast zwei Jahren war auch unser (nun nicht mehr ganz) aktuelles Gerät (KV-PX70) dabei. Seit einiger Zeit nervt eine Meldung beim Booten (dem integrierten Windows sei Dank für diverse Systemabstürze), dass das Kartenmaterial veraltet ist.

Sucht man auf der Webseite von JVC nach aktuellen Kartenmaterial ... nun ja, kurz, da ist nichts.

Ein Anruf bei der Hotline erbrachte die Auskunft, dass die Firma PK Multimedia Service GmbH neues Kartenmaterial liefern könne. Das nur mal als Info für alle, die vielleicht auch auf der Suche sind. Für das Update soll man dann aber 149,- € hinblättern.

Für den Preis kann man fast ein neues Gerät kaufen und erhält aktuelle Karten umsonst dazu. 

Möbel Höffner hat keine Kunden, nur Zahler

Das Möbelhaus Höffner in Langenweddingen kennt anscheinend den Begriff "Kunde" nicht und dort ist man abgeschrieben, sobald man gezahlt hat.

Die Vorgeschichte: am 29.10.2008 haben wir dort ein komplettes und umfangreiches Kinderzimmer gekauft, samt Lieferung und Aufbau. Lieferzeit 4-6 Wochen, wir werden angerufen, sobald die Ware da ist. Am 17.12.2008 (7 Wochen später) rufe ich dort mal an und frage nach dem Stand der Dinge. Überraschung: die Möbel sind bereits da, aber es gibt keinen Hinweis, warum wir nicht informiert wurden. Weitere Überraschung: in 2008 gibt es keine Termine mehr für die Auslieferung und die Mitarbeiter haben bis zur zweiten Januarwoche Urlaub. Frustiert teile ich mit, dass ich die Möbel alleine abhole und auf den Aufbau verzichte. Zwei Tage später findet sich ein automatisch generierter Brief im Briefkasten (ausgelöst durch die Umstellung auf Selbstabholung) mit dem Hinweis, dass sich die Möbel seit dem 2.12.2008 im Lager befinden. Über 2 Wochen hat es also niemand geschafft, uns zu informieren; dadurch verzögert sich jetzt die Auslieferung um mindestens 5 weitere Wochen seitdem die Möbel verfügbar im Lager stehen. Außerdem hätten die Möbel vor dem neuen Nutzer im Zimmer stehen können.

Auf eine mündliche Nachfrage in Langenweddingen sowie eine schriftliche in der Zentrale bei Berlin ist seitdem keinerlei Reaktion erfolgt. Man hält eine Antwort wohl nicht für nötig, das Geschäft ist schließlich abgeschlossen.

MVB - die Freundlichkeit in Person

Heute haben wir folgendes Gespräch im Servicebüro der Magdeburger Verkehrsbetriebe am Alten Markt mitbekommen:

Ein Bürger kommt herein und möchte einen alten Fahrscheinblock gegen einen neuen tauschen, da der alte bekanntlich ersatzlos Ende des Jahres verfällt. Die Verkehrsbetriebe haben ihren Nutzern (von Kunden möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen, das passt nicht) einen ganzen Monat Zeit eingeräumt, die bisherigen schon gekauften Fahrscheine loszuwerden. Nun, besagter älterer Bürger sagt in einem wirklich höflichen Ton dass er gern den Block gegen einen neuen eintauschen und den Aufpreis zahlen möchte. Der geneigte Leser weiß an dieser Stelle schon, das dies nicht möglich ist - wo kämen die Verkehrsbetriebe denn hin, wenn bereits eingezahltes Geld umgetauscht wird.

Egal, wirklich unhöflich wurde jetzt die Mitarbeiterin der MVB mit ihrer kurz angebundenen Antwort: "Das geht nicht." Auf die berechtigte Antwort ihres äh Kunden "Das ist Betrug am Bürger" folgt ein pampiges "Da müssen Sie sich im Verkehrshaus in der Otto-von-Guericke Straße beschweren." Spricht, dreht sich weg und ignoriert den Kunden.

Ich glaube nicht, das irgendein Kunde eine derartige Antwort und erst recht nicht in diesem Ton verdient hat.