Stolpersteine: Rosa Uhlmann + Sofie Humbrock in Bückeburg

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Die Stolpersteine für Rosa Uhlmann (geb. Franck) und Sofie Humbrock (geb. Franke) befinden sich in Bückeburg, Niedersachsen. Rosa Uhlmann lebte in Bückeburg, wurde 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Sofie Humbrock lebte mit ihrem Ehemann in Bückeburg, wurde 1945 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort kurz darauf befreit. Sie kehrte nach Bückeburg zurück.

Stolpersteine: Rosa Uhlmann + Sofie Humbrock
Stolpersteine: Rosa Uhlmann + Sofie Humbrock

Beide Stolpersteine sind in den Fußweg an der Adresse Dammstraße 17, 31675 Bückeburg eingelassen.

Rosa Uhlmann

Rosa Uhlmann wurde 1865 als Rosa Franck in Bad Driburg geboren. Andere Quellen geben Bremen an. Sie zog zu ihrer Tochter Hilde Philippsohn nach Bückeburg. Von dort wurde sie über Wien in das KZ Theresienstadt deportiert und dort kurze Zeit später ermordet.

Stolperstein Rosa Uhlmann
Stolperstein Rosa Uhlmann

Sofie Humbrock

Sofie Humbrock wurde 1905 als Sofie Stern in Frankfurt am Main geboren. Sie war mit Richard Humbrock verheiratet, beide lebten in Bückeburg. Ihr Ehemann war christlichen Glaubens, was sie lange Zeit vor einer Deportation geschützt hat.

Im September 1944 wurde sie zum Arbeitseinsatz in Bielefeld eingezogen. Im Februar 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkriegs, wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, welches einige Wochen später, am 8. Mai 1945, durch die Rote Armee befreit wurde. Im Juni 1945 kehrte sie nach Bückeburg zurück. Sie zog 1953 nach Hannover.

Stolperstein Sofie Humbrock
Stolperstein Sofie Humbrock

Verlegung der Stolpersteine

Die beiden Stolpersteine wurden am 11. März 2011 vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt.

Konzentrationslager Theresienstadt

Das Konzentrationslager Theresienstadt (häufig auch als KZ Theresienstadt abgekürzt) war ein Gefangenenlager in Terezín (deutsch Theresienstadt). Das Lager startete 1940 als Gestapo-Gefängnis, im Laufe der nächsten Monate entstand daraus ein Sammel- und Durchgangslager vor allem für die jüdische Bevölkerung der besetzten Tschechoslowakei. Nach der Wannseekonferenz im Januar 1942 wurde das Lager von der NS-Propaganda als “Altersghetto” verklärt.

Dort waren zeitweise mehr als 40.000 Menschen untergebracht.

Ghetto Theresienstadt

Das Ghetto Theresienstadt wurde durch die Besatzer im Jahr 1941 in Terezín (deutsch Theresienstadt) eingerichtet. Der Name “Ghetto” und die Bezeichnung “Jüdischer Wohnbezirk” suggerieren einen längeren Aufenthalt. Jedoch wurde das Lager als Durchgangslager zu größeren KZ, sowie als Vernichtungslager verwendet. Rund ein Viertel der Gefangenen des Ghetto - rund 33.000 - starben dort. Rund 88.000 Häftlinge wurden in andere KZ deportiert. Insgesamt wurden dorthin rund 140.000 Häftlinge deportiert.

Viele Tausend Kinder befanden sich ebenfalls unter den Toten und Deportierten.

Heute gibt es in und um Theresienstadt mehrere Museen und Gedenkstätten.

Was sind die Stolpersteine

Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt. Das Projekt wurde 1992 vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Dabei werden kleine Gedenktafeln als Mahnmal an Stellen verlegt, an denen Menschen durch den Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

Stand 2023 wurden über 100.000 Stolpersteine in 30 Ländern in Europa verlegt.

Quellen


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