Stolperstein: Klara Loew in Hohen Neuendorf

Posted by ads on Tuesday, 2024-04-02
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Der Stolperstein für Klara Loew befindet sich in Hohen Neuendorf, Brandenburg. Sie wurde 1870 in Berlin geboren, zog später nach Hohen Neuendorf. Von dort wurde sie in das Jüdische Arbeitsheim Radinkendorf eingewiesen. 1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, kurz darauf in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort ermordet.

Stolperstein: Klara Loew in Hohen Neuendorf
Stolperstein: Klara Loew in Hohen Neuendorf

Der Stolperstein ist in den Fußweg an der Adresse Stolper Str. 31, 16540 Hohen Neuendorf eingelassen.

Karte aller Stolpersteine Postings

Klara Loew

Klara Loew wurde im Jahr 1870 in Berlin geboren. Sie zog Anfang der 1930er Jahre nach Hohen Neuendorf und wohnte dort bei ihrer Schwester.

Ende der 1930 Jahre wurde sie in das Jüdische Arbeitsheim Radinkendorf bei Beeskow eingewiesen. Von dort wurde sie 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, kurz darauf in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort 1942 ermordet.

Stolperstein Klara Loew
Stolperstein Klara Loew

Verlegung der Stolpersteine

Der Stolperstein wurde am 10. Oktober 2022 vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt.

Was sind die Stolpersteine

Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt. Das Projekt wurde 1992 vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Dabei werden kleine Gedenktafeln als Mahnmal an Stellen verlegt, an denen Menschen durch den Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

Stand 2023 wurden über 100.000 Stolpersteine in 30 Ländern in Europa verlegt.

Jüdisches Arbeitsheim Radinkendorf

Das Jüdische Arbeitsheim Radinkendorf befand sich ab 1940 im Ort Radinkendorf, welcher heute zur Stadt Beeskow gehört. Dorthin wurden ungefähr 300, zumeist ältere Menschen, deportiert. Die Mehrzahl stammte aus Pommern, sowie aus Berlin und Brandenburg. Ab 1942 wurden die Menschen von hier in andere Lager deportiert.

Ghetto Theresienstadt

Das Ghetto Theresienstadt wurde durch die Besatzer im Jahr 1941 in Terezín (deutsch Theresienstadt) eingerichtet. Der Name “Ghetto” und die Bezeichnung “Jüdischer Wohnbezirk” suggerieren einen längeren Aufenthalt. Jedoch wurde das Lager als Durchgangslager zu größeren KZ, sowie als Vernichtungslager verwendet. Rund ein Viertel der Gefangenen des Ghetto - rund 33.000 - starben dort. Rund 88.000 Häftlinge wurden in andere KZ deportiert. Insgesamt wurden dorthin rund 140.000 Häftlinge deportiert.

Viele Tausend Kinder befanden sich ebenfalls unter den Toten und Deportierten.

Heute gibt es in und um Theresienstadt mehrere Museen und Gedenkstätten.

Vernichtungslager Treblinka

Das Vernichtungslager Treblinka befand sich beim Dorf Treblinka, nordöstlich von Warschau. Die Zahl der in diesem Lager ermordeten Menschen wird auf 700.000 bis 1 Million geschätzt.

Das Lager wurde ab April 1942 eingerichtet und war Teil der Aktion Reinhardt, mit welcher die Nationalsozialisten systematisch die Ermordung von Juden durchgeführt haben. Es wurden Menschen aus dem Warschauer Ghetto, aber auch aus Theresienstadt und anderen besetzten Gebieten, sowie aus Bulgarien und Griechenland hierher deportiert und ermordet. Zuerst wurden die Leichen vergraben, im Jahr 1943 wurde jedoch entschieden die Spuren zu beseitigen und die Leichen wurden wieder ausgegraben und verbrannt.

Im August 1943 fand ein Aufstand im Lager statt. Die SS nahm die meisten Entflohenen wieder gefangen. Das Lager wurde daraufhin jedoch abgerissen.

Auf dem Gebiet des Lagers gibt es heute eine Gedenkstätte und ein Museum.

Hohen Neuendorfer Geschichtskreis

Der Geschichtskreis Hohen Neuendorf ist eine lokale Initiative in Hohen Neuendorf, welche sich der Erforschung und Bewahrung der Geschichte der Region verschrieben hat. Der Geschichtskreis ist eine Arbeitsgruppe des Kulturkreis Hohen Neuendorf e.V..

Der Kreis besteht aus Geschichtsinteressierten, Forschern und ehrenamtlichen Helfern, die sich regelmäßig treffen, um historische Themen zu diskutieren, Forschungen durchzuführen und Veranstaltungen zu organisieren. Ihre Aktivitäten umfassen die Sammlung und Archivierung historischer Dokumente, die Durchführung von Vorträgen, Ausstellungen und Exkursionen sowie die Veröffentlichung von Büchern und Artikeln zur lokalen Geschichte. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, das Bewusstsein für die Vergangenheit der Region zu stärken und das kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu erhalten.

Quellen


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