Die Stolpersteine für Johanna Rudolphson und Margarete Rudolphson befinden sich in Berlin Frohnau. Johanna Rudolphson wurde 1874 in Hamburg geboren, lebte in Berlin und wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Margarete Rudolphson wurde 1902 geboren, floh 1939 nach London und nahm sich 1941 dort das Leben.

Die Stolpersteine sind in den Fußweg an der Adresse Ludolfingerweg 35, 13465 Berlin eingelassen.
Karte aller Stolpersteine Postings
Johanna Rudolphson
Johanna Rudolphson (geb. Fels) wurde 1874 in Hamburg geboren. Vor dem zweiten Weltkrieg lebte sie in Berlin, ihre Familie gehörte zu den ersten Einwohnern in der Gartenstadt Frohnau. Im Januar 1943 wurde Sie mit dem Transport I/85 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. 1944 wurde sie im KZ Auschwitz ermordet.

Margarete Rudolphson
Margarete Rudolphson wurde 1902 geboren. Sie ist die Tochter von Johanna Rudolphson.
Im Jahr 1939 floh sie nach London und nahm sich dort im Jahr 1941 durch Selbstmord das Leben.

Verlegung der Stolpersteine
Die beiden Stolpersteine wurden am 8. August 2014 vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt.
Was sind die Stolpersteine
Die Stolpersteine sind ein Kunstprojekt. Das Projekt wurde 1992 vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Dabei werden kleine Gedenktafeln als Mahnmal an Stellen verlegt, an denen Menschen durch den Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Stand 2023 wurden über 100.000 Stolpersteine in 30 Ländern in Europa verlegt.
Im Stolpersteine Subreddit werden Fotos von Stolpersteinen gepostet.
Ghetto Theresienstadt
Das Ghetto Theresienstadt wurde durch die Besatzer im Jahr 1941 in Terezín (deutsch Theresienstadt) eingerichtet. Der Name “Ghetto” und die Bezeichnung “Jüdischer Wohnbezirk” suggerieren einen längeren Aufenthalt. Jedoch wurde das Lager als Durchgangslager zu größeren KZ, sowie als Vernichtungslager verwendet. Rund ein Viertel der Gefangenen des Ghetto - rund 33.000 - starben dort. Rund 88.000 Häftlinge wurden in andere KZ deportiert. Insgesamt wurden dorthin rund 140.000 Häftlinge deportiert.
Viele Tausend Kinder befanden sich ebenfalls unter den Toten und Deportierten.
Heute gibt es in und um Theresienstadt mehrere Museen und Gedenkstätten.
Konzentrationslager Auschwitz
Das Konzentrationslager Auschwitz (häufig auch als KZ Auschwitz abgekürzt) war das größe deutsche Gefangenenlager während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Das Lager befindet sich in der Nähe der polnischen Stadt Oświęcim (zu deutsch: Auschwitz). Im Januar 1945 wurde das Lager von der Roten Armee befreit. Es war zugleich Gefangenenlager und Vernichtungslager. Schätzungen gehen von 1,1 bis 1,5 Millionen Opfern aus, die in den Lagern verstorben sind oder ermordet wurden. Genaue Zahlen lassen sich nicht ermitteln.
Das Foto des Torhauses Auschwitz-Birkenau des polnischen Fotografen Stanisław Mucha wurde später weltberühmt und steht als Symbol für den Holocaust.
Das Memorial and Museum Auschwitz-Birkenau ist auf Mastodon präsent: @auschwitzmuseum@mastodon.world.
Quellen
Wikipedia Artikel: Stolpersteine
Wikipedia Artikel: Liste der Stolpersteine in Berlin-Frohnau
Wikipedia Artikel: Ghetto Theresienstadt
Wikipedia Artikel: Konzentrationslager Auschwitz
Wikidata Artikel: Margarete Rudolphson
Wikidata Artikel: Stolperstein dedicated to Margarete Rudolphson
Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 - 1945, ein Eintrag gefunden:
- Gedenkbuch: Johanna Rudolphson (Bundesarchiv)
Internationales Zentrum über die NS-Verfolgung (Arolsen Archives), vier Einträge gefunden:
DocID 5119135: Dokumente mit Namen ab RÜBENSTEINOVA, ELISKA (Arolsen Archives)
DocID 127212047: Welle 40 - Alterstransporte 79-81 nach Theresienstadt, 13.01.1943 - 14.01.1943 (Arolsen Archives)
DocID 11254750: Dokumente mit Namen ab ROTHHOLZ, HEINZ (Arolsen Archives)
DocID 11216546: Teil 31: Ordner „MFN01340“ (Arolsen Archives)
36A (II) 1053; Arndt, Johanna; 1942-1979 (Akte) (Brandenburgisches Landeshauptarchiv)
Margarete Rudolphson (Stolpersteine in Berlin)
Yad Vashem - The World Holocaust Remembrance Center, drei Einträge gefunden:
ID: 4129116, Johanna Rudolphson (Yad Vashem)
ID: 13466198, Johanna Khana Rudolphson (Yad Vashem)
ID: 4768471, Johanna Rudolfsohn (Yad Vashem)
Stumbling Stones Ludolfingerweg 35 (tracesofwar.com)
Rechtsextremismus in Reinickendorf - Berichtsjahr 2014 (berlin.de)
Jona (John) Fels * 1869 (stolpersteine-hamburg.de)
Dr. Ernst (Amos) Rudolphson (Bundestierärztekammer e. V.)
Jüdische Nachbarinnen und Nachbarn - Zeltinger Platz 17 (Gedenkstätte Deutscher Widerstand)
Rudolphson, Johanna (jewish places, Stiftung Jüdisches Museum Berlin)
Rudolphson, Margarete (jewish places, Stiftung Jüdisches Museum Berlin)
Johanna und Margarete Rudolphson (tagesspiegel.de)
Es gibt zwei Einträge in OpenStreetMap:
Stolperstein: Johanna Rudolphson (OpenStreetMap)
Stolperstein: Margarete Rudolphson (OpenStreetMap)
Fotos: Andreas Scherbaum
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